Diese Masche trifft fast ausschließlich Senioren: Beim Stadtbummel oder beim Friedhofsbesuch stellt sich Ihnen jemand vor und behauptet ein Verwandter zu sein. Man habe sich schon lange nicht mehr gesehen“.
Oder es klingelt das Telefon und die fremde Person fragt prompt „Erkennst du mich nicht?" und „Rate mal!“ Dann beginnen viele ältere Menschen gern zu grübeln: „Bist du es? Der Sohn von Else...? Stefan?“ Dann kommt natürlich sofort die Antwort: „Ja klar!“ Der vermeintliche Neffe „Stefan“ freut sich und kommt auch bald zum eigentlichen Punkt: er braucht Geld. Wegen eines Auto-Unfalls, einer Krankheit oder einer Bahnfahrkarte. Warum auch immer. Auf jeden Fall ist es dringend. Und nur SIE können ihm gerade helfen... Wenn Sie ihm jetzt Geld leihen, ist das natürlich genauso für immer verschwunden, wie der angebliche Neffe! Abgezockt!
Die Varianten
Wenn der Enkeltrick telefonisch abläuft, schickt der Betrüger-Enkel gerne auch einen Komplizen vor ("der vertrauenswürdige Freund"), um das Geld abzuholen. Er selbst sei verhindert. Damit senken die Betrüger das Risiko, dass der falsche Enkel auffliegt.
Oft bietet Ihnen der Enkel oder Neffe im Gegenzug auch etwas als Sicherheit an, beispielsweise eine teure Uhr. Die wolle er dann wieder abholen, wenn er das Geld zurückbringt. Doch die Uhr ist natürlich nichts wert!
Oder er schlägt ein Tauschgeschäft vor (billige Uhr oder Schmuck), schließlich wolle er das Geld ja nicht einfach geschenkt.
Ein Betrüger kann sich auch als ein „Freund“ oder eine "Partnerin" Ihres Enkels vorstellen, die um Geld für Ihren Verwandten in Notlage bittet. Dem Enkel selbst sei es zu peinlich um Geld zu fragen.
(Im Telefon-Buch suchen die Betrüger gezielt nach möglichst wohlhabenden Senioren, z.B anhand älterer Vornamen und des Wohnviertels).
So schützen Sie sich
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Seien Sie wachsam gegenüber angeblichen Verwandten! Lassen Sie sich nicht auf das Rate-Spiel nach Namen ein (zum Beispiel „Erkennst du mich denn nicht wieder? Rate doch mal.“). Lehnen Sie ab und verständigen Sie die Polizei.
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Vorsicht: meist üben die Betrüger enormen Zeitdruck aus ("dringend", "nur jetzt möglich", "letzte Hoffnung"). Bleiben Sie ruhig. Lassen Sie sich nicht bedrängen!
- Bei der telefonischen Variante finden die Abzocker Ihre Opfer über das Telefonbuch (ältere Vornamen, Wohnviertel etc.). Was steht über Sie drin? Wäre vielleicht weniger besser?
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Generell gilt: Geben Sie nie grundlos Ihren Namen und Ihre Adresse weiter, sonst kommt die (angebliche) Verwandtschaft vielleicht öfter vorbei als Ihnen lieb ist.
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Warnen Sie ältere Menschen in Ihrem Bekanntenkreis vor dieser Masche! (Der Trick ist nicht neu, aber es fallen immer noch reihenweise Leute darauf rein.
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