Von Ihrem Konto wird ein Betrag abgebucht, ohne dass Sie es genehmigt haben! Wie das geht? Ganz einfach: mit einer Lastschrift.
Mit Ihrer Unterschrift haben Sie vielleicht Ihrem Stromversorger oder Ihrem Sportverein das Recht erteilt, die monatlichen Beiträge von Ihrem Konto einzuziehen. Doch dubiose Unternehmen nutzen dieses Verfahren auch ohne ausdrückliche Erlaubnis von Ihnen. Das Problem: Banken kontrollieren häufig nicht, ob eine schriftliche Genehmigung vorliegt. Es genügt Ihr Name, Ihre Kontonummer und die Bankleitzahl.
Die Varianten
Um an Ihre Kontonummer und Bankleitzahl zu kommen, gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Zum Beispiel ein achtlos weggeworfener Kontoauszug von Ihnen. Ein dubioses Gewinnspiel, bei dem Sie aufgefordert werden, Ihre Kontoverbindung anzugeben für den Fall, dass Sie gewinnen. Oder ein Werbe-Anruf, bei dem jemand Ihre Kontodaten abfragt. Oder noch dreister: jemand ruft Sie an, gibt sich als Mitarbeiter einer Bank aus und will angeblich überprüfen, ob Ihre Kontodaten noch „korrekt“ sind.
Bei der Lastschrift-Masche werden meist eher kleine Beträge abgebucht, so dass es dem Kontoinhaber möglichst nicht auffällt. Für die Abzocker gilt dabei: kleine Beträge von Tausenden von Kontoinhabern ergeben zusammen auch eine ganz hübsche Summe.
So schützen Sie sich
-
Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Konto-Auszüge - auch die Kleinbeträge!
- Geben Sie nicht leichtfertig Ihre Konto-Daten heraus.
-
Werfen Sie nicht achtlos Unterlagen weg, auf denen Ihre Kontodaten stehen (Kontoauszüge u.ä.).
-
Wenn Sie eine Abzock-Abbuchung bei sich entdecken, können Sie innerhalb von sechs Wochen Ihr Geld von Ihrer Bank zurückverlangen. Das ist einfach: Sie verlangen eine sogenannte Rücklastschrift. Dafür brauchen Sie keine Begründung und das ist kostenlos. Melden Sie den Fall außerdem am besten der Polizei.
|