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Der Trick mit dem Wasserglas |
Es klingelt jemand an der Tür und bittet Sie um einen kleinen Gefallen, zum Beispiel um ein Glas Wasser. „Ich bin krank und muss dringend meine Tabletten nehmen. Könnte ich einen Schluck Wasser haben?“
Oder: „Könnte ich etwas heißes Wasser für die Flasche meines Babys bekommen?“ Wer kann da schon Nein sagen?! Die fremde Person wird dann meist in die Wohnung gelassen. Und so beginnt die Falle. Während Sie in der Küche das Wasser holen, kann die Person in Ihrem Wohnzimmer nach Geld und Wertsachen suchen. Findet der Dieb nicht sofort etwas, gibt es zahlreiche Varianten, um doch noch etwas zu klauen. Diese Varianten erklärt Ihnen Abzock-STOP hier.
Die Varianten
Zunächst einmal gibt es fast endlos viele „Gründe“ um in Ihre Wohnung zu gelangen. Die wohl älteste Variante ist die Frage nach einem Glas Wasser. Aber es kann auch ein anderer Gefallen sein, um den man Sie bittet: „Kann ich mal auf Ihre Toilette?“ - „Ich habe eine Autopanne, dürfte ich mal kurz telefonieren?“ Natürlich behauptet der fremde Mann oder die fremde Frau an der Tür in einer äußersten Notsituation zu sein und nur Sie könnten ihm helfen. Dabei kennen viele Trickbetrüger keine Skrupel, während sie Ihnen Krankheiten oder Behinderungen vorgaukeln. Es soll auch Fälle geben, bei denen Frauen mit einem kleinen Kind klingeln: das Wasser sei für das Baby.
Die Variante mit dem Komplizen
Ist erstmal ein Trickbetrüger in der Wohnung, hat er meist leichtes Spiel - vor allem bei älteren Menschen. Er kann entweder heimlich eine weitere Person in die Wohnung lassen, während Sie zum Beispiel in der Küche das Wasser zubereiten. Oder im Fall der Autopanne: es klingelt erneut an der Tür. Es ist der angebliche Mitfahrer mit verschmierten Händen...er habe gerade versucht den Motor zu reparieren. Jetzt bittet er darum, nur kurz seine Hände waschen zu dürfen. Und während einer der Betrüger Sie ablenkt, sucht der zweite in Ihrer Wohnung nach Wertsachen und Geld.
Die Variante mit dem Wechselgeld
Sollte der oder die Trickbetrüger nicht sofort etwas finden, haben Sie noch eine weitere Masche auf Lager, um Verstecke zu finden: sie bitten Sie plötzlich darum einen großen Geldschein klein zu wechseln. („Der Abschleppdienst kommt gleich und da muss ich das Geld passend haben.“) Dabei sehen die Diebe, wo sich bei Ihnen in der Wohnung das Portemonnaie oder die Geldkassette befindet (siehe auch Wechseltrick). Nach dem Geldwechseln, lenkt Sie einer der Diebe ab und der andere greift sich das Ersparte. Dabei ist der Einfallsreichtum der Gauner, um Sie abzulenken unglaublich groß!
Die Variante mit dem Polizisten Achtung: Sind die Fremden aus der Wohnung, ist es vielleicht noch nicht vorbei! Denn haben die Diebe bis dahin nichts gefunden, kann es wenige Minuten später erneut an Ihrer Tür klingeln. Zwei Männer stehen da und sagen „Grüß Gott, wir sind von der Kriminalpolizei. War gerade bei Ihnen diese Person in der Wohnung?“ Die angeblichen „Polizisten“ zeigen Ihnen ein Foto des Fremden, der gerade bei Ihnen in der Wohnung war, und sagen „Das ist ein Trickbetrüger!“ Nach dieser Nachricht ist wohl jeder geschockt. Doch die Männer an der Tür sind keine Polizisten, sondern Komplizen des ersten Betrügers (siehe auch Polizisten-Masche). Die angeblichen Beamten bitten Sie gemeinsam nachzusehen, ob noch alles da ist und spähen dabei natürlich Ihre Verstecke aus. Dann wird einer der angeblichen Polizisten Sie ablenken, zum Beispiel in dem er mit Ihnen im Wohnzimmer ein vermeintliches Protokoll schreibt. Der andere muss plötzlich mal auf die Toilette, doch in Wahrheit schleicht er in Ihr Schlafzimmer, um sich Ihre Ersparnisse zu schnappen.
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