Nur einmal kurz Name und Anschrift eingeben und schon erfahren Sie, woher die Wurzeln Ihres Namens stammen, in welcher Gegend der Name besonders verbreitet ist, was er im Altdeutschen bedeutet. Und alles ist ja scheinbar kostenlos! Toll!
Und da gibt es, die Internet-Seite, bei der Sie sich nur kurz anmelden und prompt erfahren, ob es in Ihrer Nachbarschaft andere kontaktfreudige Menschen gibt, die gerne mit Ihnen einmal online chatten möchten.
Doch in allen Fällen flattert wenige Tage später eine Rechnung bei Ihnen in die Wohnung: Sie sollen 85,- Euro bezahlen! Sie haben eine Jahresmitglieschaft bei der Web-Site geschlossen – ohne es zu wissen.
Die Masche bei dieser Internet-Falle ist im Grunde immer die gleiche: Nur im Kleingedruckten (z.B. AGBs) steht irgendwo unauffällig (z.B. ganz unten auf der Seite), dass Sie sich auf ein teures Abo einlassen. Sie stimmen zu, indem Sie Name und Anschrift eingegeben und danach auf ein „Bestätigungs“-Feld klicken. Manche Anbieter verlangen, dass Sie noch ein Häkchen setzen („Ich stimme den AGB zu“) oder möchten, dass Sie in ein Feld ein „O“ und ein „K“ eintippen, also. O.K, als Zeichen der Zustimmung.
Wenn Sie die Rechnung nicht bezahlen, kommt in der Regel kurz darauf gleich eine Mahnung von einem Anwalt mit ordentlich Mahngebühren und entsprechender drohender Wortwahl. Damit sollen die zögernde und zahlungsunwillige Opfer eingeschüchtert werden.
Die Varianten
Gerne sind auch Kinder und Jugendliche Zielscheibe der Abzocker: Zum Beispiel wird Hausaufgaben-Hilfe versprochen. Oder die Modell-Casting-Seite: Einfach noch ein Bild hochladen und schon können sich Mädchen in einer angeblichen Modell-Kartei eintragen.
Es gibt zahlreiche Varianten: es wird eine Jobvermittlung versprochen oder der Zugriff auf eine Datenbank mit Kochrezepten.... Jedes Jahr werden in Deutschland Zehntausende Internet-Nutzer zu Opfern von solchen Betrüger-Seiten.
So schützen Sie sich:
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Vorsicht so bald Sie auf irgendeiner Internet-Seite Ihren Namen und Ihre Anschrift eingeben sollen (oder gar die Bankverbindung!). Spätestens jetzt sollten Sie die Seite genauestens studieren, ob irgendwo von Geld die Rede ist!
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Entdecken Sie erst nach Ihrer „Eintragung“, dass Sie einen teuren Vertrag geschlossen haben, dann können Sie immer noch innerhalb von 2 Wochen widerrufen (wie bei Haustürgeschäften). Dazu schreiben Sie am besten ein Einschreiben-Brief an die Betreiber der Seite. Die Anschrift finden Sie unter „Impressum“ (muss jede Internet-Seite angeben).
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Bei Mahnbriefen: lassen Sie sich nicht gleich einschüchtern! Informieren Sie sich bei den Verbraucherzentralen und melden Sie dort Ihren Fall. Bei vielen Abzock-Seiten haben Sie gute Chancen ohne bezahlen davon zu kommen. Die Betreiben riskieren meist nicht den Weg bis vor Gericht, sondern hoffen auf ein schnelles Einlenken der Opfer. (Vorsicht bei gerichtlichen Mahnbescheiden: hier müssen Sie innerhalb kurzer Frist einschreiten, sonst wird es schwer zu widersprechen!)
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Bei Minderjährigen sollten Eltern schreiben, dass der Vertrag von ihnen nicht genehmigt wurde/wird.
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