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Unzulässige Preiserhöhung von Kabelnetzbetreiber "Tele Columbus" |
Der Kabelnetzanbieter "Tele Columbus"
sorgt derzeit bei seinen Kunden durch die
Ankündigung einer Preiserhöhung für Ärger.
Der Kabelnetzanbieter Tele Columbus verschickt derzeit an seine Kunden
Briefe mit
der Überschrift „Anpassung der Preisstruktur für Ihren Kabelanschluss“.
Hierin wird
den Empfängern angekündigt, dass der monatliche Preis für den Kabelanschluss
zum 01.09.2008 auf 17,99 € „angepasst“ wird. Auch wenn Tele Columbus in dem
Schreiben immer nur von einer „Anpassung“ spricht, handelt es sich
schlicht um eine
Preiserhöhung – teilweise von mehr als 12 Prozent.
Nach Auffassung der
Verbraucherzentrale Berlin ist diese Preiserhöhung unzulässig und sie
rät den
Verbrauchern zum Widerspruch. Zwar wird im Kleingedruckten in einer
Fußnote des Briefes darauf hingewiesen, dass
die Verbraucher die Möglichkeit haben, der „Preisanpassung“ innerhalb von 4
Wochen ab Zugang des Schreibens schriftlich zu widersprechen. Dieser Hinweis
wird allerdings mit der Ankündigung verknüpft, Tele Columbus behalte
sich im Fall
des Widerspruchs vor, den Vertrag zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“ zu
kündigen.
„Die betroffenen Tele Columbus-Kunden sollten in jedem Fall widersprechen“,
empfiehlt Ronny Jahn von der Verbraucherzentrale Berlin. Es ist kaum
vorstellbar,
dass Tele Columbus in diesem Fall wirklich alle seine Kunden kündigen
wird. „Das
kann sich kein Anbieter leisten“, so Jahn. Ein Sonderkündigungsrecht hat
Tele
Columbus ohnehin nicht.
Der Preiserhöhung kann man übrigens auch noch nach Ablauf der 4 Wochen
widersprechen. Die Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, auf
die Tele
Columbus diese Frist stützt, ist nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichtshofs
unzulässig. Die Verbraucherzentrale Berlin hat das Unternehmen deswegen
bereits
abgemahnt.
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