Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt: prüfen Sie Kontoauszüge! Wegen
unzulässiger
Einzugsermächtigungen.
"Wie kommt diese Lottogesellschaft an meine Bankverbindungsdaten?" --
fragte schon Anfang
August ein Dresdner ganz entrüstet bei der Verbraucherzentrale Sachsen
nach. "Und wie ist
es möglich, dass einfach 70 Euro von meinem Konto abgebucht werden,
obwohl ich dafür nie
eine Einzugsermächtigung erteilt habe?"
Solche Schilderungen hat es bei der Verbraucherzentrale Sachsen in
letzter Zeit häufiger
gegeben, ohne dass darauf eine plausible Antwort möglich war. Dabei war
immer wieder von
einer Firma LottoTeam Support GmbH mit Sitz in Köln die Rede und von
einem Abo für eine
Beteiligung an den LottoTeam WinFonds. "Seit Dienstag (12. August)
dieser Woche haben sich
fast 100 Betroffene in den Beratungseinrichtungen der
Verbraucherzentrale Sachsen und an
deren Telefonen gemeldet, um ihren Ärger mitzuteilen und Rat
einzuholen", fasst
Geschäftsführer Joachim Betz die turbulenten Stunden seit Bekanntwerden
des Datenskandals
in Deutschland zusammen.
"Bankkunden müssen um ihr Geld fürchten, wenn sie eine unberechtigte
Abbuchung nicht
bemerken, denn es scheint derzeit keinen wirksamen Schutz vor
unzulässigen Abbuchungen zu
geben", beklagt Betz. Schließlich überraschte die LottoTeam-Anruferin
den Dresdner
Verbraucher mit der Aussage, dass sie seine Bankverbindungsdaten nur
abgleichen wolle.
Woher kannte sie diese Angaben? Hatte der Mann doch nie zuvor Kontakt
mit dieser Firma.
Regelmäßige Kontrolle der Bankauszüge und schnelles Rückbuchen im Falle
eines Missbrauchs,
sind die ersten Maßnahmen, um das Konto vor dem Exodus zu retten. Aber
warum soll immer
nur der Kontoinhaber aktiv werden, aufpassen, prüfen, rückbuchen? Bei
Ärgernissen mit
Lastschriften muss man auch auf die Banken schauen. "Sie haben zu
prüfen, ob tatsächlich
eine Einzugsermächtigung vorliegt", fordert Betz. Liegt keine
Einzugsermächtigung vor,
weil die Lastschrift unbefugt mit den Kontodaten des Verbrauchers in
Auftrag gegeben
wurde, ist das Betrug. "Betroffene sollten Anzeige erstatten", empfiehlt
Betz. Und er
verlangt, "dass die Politik hier endlich tätig wird, es ist höchste Zeit."
Hier finden Sie weiter Infos zur sogenannten
Lastschrift-Abzocke von Trickbetrüger
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